MAGISCHES WELTBILD
Inhalt
Magie und Realität
Was ist Realität?
Wie entsteht Realität?
Was hält die Realität aufrecht und macht sie unumstößlich?
Der Ausbruch aus dem Gefängnis
Die Zauberer im Alltag
............... Die Beschwörung des Menschen fressenden Nachbarn
Was unterscheidet einen Magier von einem Durchschnittmenschen?
Das Wissen des Magiers
Die Energie des Magiers
Die Werkzeuge des Magiers
Das Modell des magischen Energiekörpers
Magie und Realität
Der Begriff Magie wird in unserer materiellen und an einer rationalen Weltsicht orien- tierten Gesellschaft eher ins Reich der Fantasie, des Traumes, der Märchen, des nicht real
Existierenden verbannt. Wer an Magie glaubt oder sich damit beschäftigt gilt als Spinner, Fantast, als weltfremder Träumer. Doch der Sinn für Realität widerspricht einem magischen Weltbild nicht zwangsläufig, d.h., er ist nicht an das
Akzeptieren oder Ablehnen einer magischen Weltsicht gebunden. Genauso wenig, wie eine aus- geprägte Fantasie den Sinn für Realität nicht ausschließt. Gerade, wenn es um Magie, um über- bzw. außersinnliche Phänomene geht, wird
von den Verfechtern eines ratio- nalen Weltbildes, den Hütern des sog. gesunden Menschenverstandes, der Begriff Realität in Besitz genommen und als Schutzschild oder ehernes Gesetz gegen Anders- denkende gerichtet. Da drängt sich
förmlich die Frage auf: Was ist Realität? (zurück)
Was ist Realität?
FĂĽr die meisten Zeitgenossen Columbus war die Erde eine Scheibe, fĂĽr Columbus war sie eine Kugel. Heute ist die Erde fĂĽr viele Menschen auch eine Kugel, doch genau ge- nommen ist sie das
gar nicht. Und was ist sie morgen? Es entstehen ständig neue Realitäten. Sowohl Realitäten, die nur ein Einzelner als solche wahrnimmt als auch Realitäten, die von einer mehr oder weniger großen Gruppe von Menschen als solche
wahrgenommen werden. Das bedeutet, dass unsere Realität nicht fest ist, obwohl wir sie doch immer gerne als unumstößliche, unwandelbare, absolute Wahr- und Wirklich- keit darstellen möchten. Was ist nun Realität?
Vermutlich das
Produkt des menschlichen Verstandes und des menschlichen Bedürfnis- ses nach Ordnung, Halt und Orientierung. Zumindest habe ich das Wort Realität bisher nur aus dem Munde von Menschen vernommen. Noch nie habe ich einen Hund, eine Katze
oder eine Stubenfliege über Realität reden hören. Vielleicht tun sie es und ich verstehe sie nur nicht.
Wenn die Realität ein Produkt unseres Verstandes ist, das uns hilft, uns in der Welt zurechtzufinden, uns zu orientieren,
dann ist sie auch ein Werkzeug, ein Werkzeug, mit dem wir unsere Welt beherrschen können. Für die meisten Menschen ist jedoch die Realität ein Gott, der sie beherrscht. Sie beten diesen Gott an und als Gegenleistung beschützt sie dieser Gott vor allen Dingen, die nicht nach seinem Ebenbild geschaffen sind.
Doch weil wir dieser unserer Realität – und meist ist es nur eine Realität, die wir zulassen, so wie manche Götter keine anderen Götter neben sich dulden – weil wir dieser Realität die Macht verleihen, uns zu beherrschen, müssen wir ihren Gesetzen folgen. (zurück)
Wie entsteht Realität?
Könnten wir uns daran erinnern, wie wir unsere Umwelt im Säuglings- und Kleinkind- alter wahrnahmen, stellten wir vermutlich fest, dass sich unsere Wahrnehmung damals von der heutigen
deutlich unterschied. Ein Kleinkind oder Säugling nimmt etwas wahr, doch das Wahrgenommene hat nicht die Ordnung, Struktur und Form, wie wir sie als Jugendliche oder Erwachsene kennen. D.h., die Realität eines Kleinkindes ist eine an-
dere als die eines Jugendlichen oder Erwachsenen. Der Erwachsene neigt bei dieser Betrachtung schnell zur Ansicht: „Ja, natürlich hat das Kleinkind eine andere Realität. Aber doch nur deshalb, weil es noch nicht gelernt hat, was
wirklich real ist. Das Klein- kind ist eben noch unwissend.“ Dies ist eine äußerst dumme, beschränkte Annahme, die uns nicht nur Fesseln und Scheuklappen anlegt, sondern auch einen Großteil der Probleme verursacht, die wir später
als Individuen und als Teil einer Gesellschaft ha- ben. Aus eigener Erinnerung – die bis in die Zeit zurückreicht, als ich noch im Kinder- wagen lag – kann ich sagen, dass meine Wahrnehmung der Welt eine Mischung aus Traum und sog.
Alltagsrealität war. Doch diese Trennung gab es damals noch nicht. So konnte ich z.B. Wesen und Energiefelder wahrnehmen, die mich in irgendeiner Form bedrängten. Plärrte ich dann los, kam meine Mutter und machte mir klar, dass dort in
der Zimmerecke, wo ich etwas wahrgenommen hatte, überhaupt nichts sei. „Aber Kind, dort in der Ecke hängt doch nur eine Jacke! Da ist sonst nichts! … Gespenster? Nein, die gibt es nur in der Fantasie, nicht in der Wirklichkeit!“
Diese Belehrungen, was real ist und was nicht, hörte ich so oft, bis sie mir in Fleisch und Blut übergingen. Und weil ein Erwachsener, der sich ja besser mit der Realität auskennt als ein Kind, weil ein Erwachsener nicht mehr fähig
ist, diese Dinge wahrzunehmen, sollte man nach Ansicht der Erwachsenen diese Wahrnehmungen auch im Laufe des Älterwerdens ablegen. Auf diese Weise entsteht die Trennung zwischen Realität und Fantasie, zwischen Traum und Wirklichkeit. Die
Fähigkeit, die andere Wirklichkeit zu sehen und zu erleben, ver- schwindet. Dieser Wandel ist der größte Verarmungsprozess, den wir im Laufe des Le- bens durchmachen.
Aus dem eben beschriebenen Vorgang lässt sich folgern:
Das, was wir als real betrachten hängt davon ab, was wir als real wahrnehmen.
Das, was wir als real wahrnehmen hängt ab von unserer Wahrnehmung.
Unsere Wahrnehmung hängt ab von dem Bild, das wir uns über die Welt machen.
Das Bild, das wir uns über die Welt machen hängt ab von dem, was wir über die Welt gelernt haben.
Das, was wir über die Welt lernen hängt ab
von dem, was uns über die Welt gesagt wurde, was wir selbst über die Welt gelesen, gesehen und gehört haben und wie wir dies alles in unser bereits bestehendes Denk- und Wahrnehmungssystem einordnen.
Laut Carlos Castaneda ist
deshalb die Welt eine Beschreibung, die immer zwischen uns und dem liegt, was außerhalb von uns ist (sofern es ein Innen und Außen überhaupt gibt). Diese Beschreibung der Welt wiederholen wir unablässig in unseren Gedanken in Form
eines inneren Dialoges, der uns immer wieder aufs Neue bestätigen soll. Das Ge- sagte oder auf diese Art durch Widerholung Gelernte geht uns irgendwann so in Fleisch und Blut über, dass wir diesen Vorgang nicht mehr wahrnehmen. Wir
reagieren unmittelbar. Allerdings nicht auf die Welt, sondern auf unsere eigene Projektion der Welt. Der beschriebene Prozess ist ein Akt der Schöpfung unserer eigenen Welt und damit unserer eigenen Realität. Es ist ein magischer Akt,
dessen wir uns nicht bewusst sind. Er ist bereits in der Bibel beschrieben (Am Anfang war das Wort … und das Wort ist Fleisch geworden …) und in unseren Märchen (Abrakadabra!). (zurück)
Was hält die Realität aufrecht und macht sie unumstößlich?
Es ist das Festhalten an der Realität, die wir uns im
Laufe unseres Lebens angeeignet haben. Jeder Wandel, jedes Zerstören der eignen Realität ist wie ein kleiner Tod und aufgrund dessen mit Existenzängsten behaftet. Dies führt zu einer Abwehr und Be- kämpfung all dessen, was unsere
Realität bedroht. Je länger wir aber eine Realität auf- rechterhalten, die überholt ist, desto schwieriger wird das Loslassen, wenn uns das Schicksal eine andere Realität aufzwingt. Das Leben ist ein beständiger Fluss. Nichts ist
beständiger als der Wandel, heißt es. Und nichts ist unbeständiger als die Realität.
(zurĂĽck)
Der Ausbruch aus dem Gefängnis
Wenn unsere Realität durch den inneren Dialog entsteht, den wir seit frühester Kind-
heit unablässig führen, dann kann sie auch durch das Anhalten des inneren Dialoges vernichtet werden. Sie kann aber auch durch die Änderung des Dialoges in eine andere Realität verwandelt werden. Wie schnell und in welchem Maße sich
diese Realität ver- ändert, hängt ab von der inneren Beweglichkeit (der Fähigkeit zur Strukturänderung), der Fähigkeit zur Selbstkontrolle und der Energie, über die ich gebiete. Der durch- schnittlich entwickelte Mensch besitzt die
beschriebenen Fähigkeiten nicht in aus- reichendem Maße, um schnelle und tiefgreifende Änderungen hervorzurufen. Allerdings hat er die Möglichkeit, sich durch eine entsprechende Lebensweise und spezielle Übungen, in einem mehr oder
weniger hohen Maße weiterzuentwickeln. Der erste Schritt, die Realität beherrschen zu lernen ist der, sie als das zu betrachten, was sie ist: eine Illusion auf der einen Seite und ein göttliches Gesetzt auf der anderen. Wer sich von dem
Gott seiner Realität befreien will, muss aufhören, diesen anzubeten, muss aber auch aufhören, vor einer Realität, die er nicht akzeptieren will, davon zu laufen. Denn wenn ich vor einer Realität davon laufe, erkenne ich die Wirkung
dieser Realität an (sonst müsste ich ja nicht davon laufen) und gebe ihr die Macht, mein Leben zu bestimmen (Realitätsflucht).
Zusammenfassend:
Die Realität ist ein Stück Land in unserem Innern, das wir mit einem
Gartenzaun um- grenzen. Alles, was innerhalb des Zaunes liegt – innerhalb unseres Horizontes, be- trachten wir als Realität, alles, was außerhalb des Zaunes liegt, betrachten wir als nicht real. Ob wir ein Leben als Gartenzwerg fristen
müssen hängt davon ab, wie be- weglich unser Gartenzaun ist. (zurück)
Sehr empfehlenswerte Links zum Thema:
www.aeonikon.de/oi/liber1,2.html
www.aeonikon.de/Texte/mystik/lovecraft.html
www.aeonikon.de/oi/orpheus.htm
www.aeonikon.de/oi/liber1,1.html
Die Zauberer im Alltag
Auch wenn Sie es auf den ersten Blick nicht sehen: Unser Alltag ist voller Magie - der Fähigkeit, durch Worte, Gesten, Mimik, Zeichen unsere Mitmenschen zu beeinflussen und auf
unsere Umwelt einzuwirken. Belauschen wir einmal den Dialog eines Zauber- lehrlings (Kind) und seiner Zaubermeisterin (Mutter):
Kind: „Mami, krieg ich noch etwas Süßes?“
Mutter: „Wie heißt das Zauberwort?“
Kind: „Bitte!“
Mutter: „Gut, hier hast du etwas Süßes!“
(Kind nimmt die SĂĽĂźigkeit wortlos an und beginnt zu mampfen)
Mutter, streng: „Lena!“
Kind: „Ja, Mami?“
Mutter: „Es gibt noch ein Zauberwort, das hast du vergessen!“
Kind, unterwürfig: „Danke!“
Was ist passiert?
Die groĂźe Zauberin MAMI hat ihrem Zauberlehrling LENA eine Lektion erteilt. Die Lek- tion der
„Beschwörung der großen Spendenbereitschaft“. LENA hat gelernt, wie man mit einem einzigen Wort, dem Wort „Bitte“, nicht nur die große Zauberin MAMI be- einflussen kann, sondern auch viele andere Spender großer und kleiner
Gaben, die LENA im Laufe ihres Lebens begegnen werden. Sie hat aber außerdem noch gelernt, wie man die Spender großer und kleiner Gaben mittels Zauberwort „Danke“ auch für die Zukunft milde stimmen und für sich gewinnen kann. Denn
nur, wenn nach Erhalt der Gaben das Zauberwort „Danke“ folgt, hält man die Spendenbereitschaft aufrecht. Ohne das Zauberwort „Danke“ wäre es gut möglich, dass bei der nächsten „Beschwö- rung“ das Zauberwort „Bitte“
wirkungslos bliebe. Natürlich gehören zur Beschwörung der großen Spendenbereitschaft nicht nur die Zauberworte „Bitte“ und „Danke“, son- dern ebenso verschiedene Zusatzworte sowie die richtige Mimik und Gestik und der richtige
Tonfall. Hätte Zauberlehrling LENA beispielsweise das Zauberwort „Bitte“ in einem aggressiven Tonfall, mit wutverzerrter Mimik und einem heftigen Auftreten des Fußes ausgesprochen, hätte es wahrscheinlich nicht die gewünschte
Wirkung erzielt.
Solche und
ähnliche Beschwörungen, Manipulationen, Anrufungen wie die oben be- schriebene laufen tagtäglich in unserem Leben ab. (Die Beschwörung des Menschen
fressenden Nachbarn)
Nun versteht man aber unter Magie im Allgemeinen etwas anderes. Man denkt dabei gewöhnlich an Blitze, die aus den
Fingern und den Augen des Magiers schießen, an dramatische Ereignisse, die die Grenzen des Alltäglichen durchbrechen, an sprechende Tiere, fliegende Besen und an grenzenlose Macht. Doch das ist die naive Variante der Magie wie wir sie
aus Kinderbüchern, aber auch aus Filmen pubertierender Erwach- sener kennen, in denen der Held meist immer gleich die ganze Welt retten muss. Für ein Kind ist diese Sichtweise völlig in Ordnung. Doch bei Jugendlichen und Erwachse- nen
ist sie häufig mit Realitätsflucht oder aber mit Verteufelung der Magie verbunden. Das liegt daran, dass sowohl der Realitätsflüchter als auch der Realitätsfanatiker an einer Realität festhalten, in der nur Platz ist für diese naive
Sichtweise der Magie.
Wenn ein sog. Realist gegen die Magie als Realität wettert, dann bekämpft und ver- spottet er letztendlich nur sein eigenes naives Bild der Magie. Aufgrund seines Fest- haltens an seinem alten Weltbild fehlt
ihm der geistige Horizont, Magie als etwas anderes zu betrachten als das beschränkte Bild, das er sich selbst von Magie macht.
Der Realitätsflüchter hingegen steht nur auf der anderen Seite der Grenze. Sein Bild der Realität und
der Magie ist ebenso beschränkt wie das des Realisten. Mit dem Un- terschied, dass der Realitätsflüchter diese seine beschränkte Realitätssicht nicht ak- zeptieren will und deshalb bekämpft, um sich gleichzeitig in eine naive
Magiewelt zu flĂĽchten, in der er der Held seiner eigenen Geschichte sein kann.
Was ist dagegen einzuwenden? Im Grunde nichts. Zumindest solange nicht, wie sich die beiden nicht ins Gehege kommen und der eine den anderen
beeinträchtigt. Schließ- lich hat jeder das Recht auf seine eigene Lüge. Der Realist auf die Lüge, dass es außer seiner Realität keine andere gibt und der Realitätsflüchter auf die Lüge, dass er der Realität entkommen kann. Doch
alles hat seinen Preis. So zahlt der eine mit Verarmung seines Seelenlebens und der andere mit der Unfähigkeit, mit der sog. Realität klarzu- kommen. Beides mündet irgendwann in der Desillusionierung. (zurück)
Was unterscheidet den Magier von einem Durchschnittsmen- schen?
Wie oben erwähnt ist jeder Mensch auf irgendeine Art magisch tätig, so dass die Un- terscheidung Magier und Durchschnittsmensch im Grunde eher willkürlich ist. So kann man
sagen, der Durchschnittsmensch hat die Möglichkeit, sich mehr oder weniger zu einem Magier zu entwickeln. Es gibt ja auch nicht den Sportler oder den Maler. Wenn ein Mensch während seines Lebens für fünf Minuten einen Pinsel in die Hand nimmt und etwas malt, dann ist er eben für fünf Minuten ein Maler gewesen. Hat er in diesen fünf Minuten ein unvergleichliches Meisterwerk geschaffen, dann ist er eben für fünf Minu- ten ein bedeutender Maler gewesen. Die Magie ist die Beherrschung und Kontrolle der eigenen und der uns umgebenden Energie. Je mehr ich über die Gesetze dieser Energie weiß und je mehr Energie ich habe, desto größer und effektiver ist die Wirkung, die ich erzielen kann. In diesem Punkt unterscheidet sich Magie nicht im Mindesten von ande- ren Aktivitäten. (zurück)
Das Wissen des Magiers
Wenn wir Magie als Fähigkeit betrachten, auf uns selbst und unsere Umwelt einzu- wirken, dann ist jedes Wissen magisch. Doch im Allgemeinen denkt man an etwas an- deres, wenn man über
magisches Wissen spricht. Die Trennung zwischen magischem und nicht-magischem Wissen resultiert aber lediglich aus der Trennung von Realität und Nicht-Realität. Sie existiert nur in unseren Köpfen. Da wir uns aber mit dem Wis- sen
unserer sog. Realität im Alltag schon ausgiebig beschäftigen, wenden wir uns auf der Suche nach magischem Wissen unserer Nicht-Realität zu, die ich – wie Carlos Cas- taneda – lieber mit „die andere Wirklichkeit“ bezeichne. Ich
nenne sie deshalb „andere Wirklichkeit“, um sie von der uns gewöhnlich bekannten Wirklichkeit zu unterscheiden und um deutlich zu machen, dass sie ebenso wie die uns bekannte Wirklichkeit, eine Wirklichkeit ist. Doch wie gesagt –
die Trennung beider Welten liegt in uns. Genauso, wie es in der uns bekannten Wirklichkeit ständig neues Wissen zu entdecken gibt – sowohl für den Einzelnen als auch für die Gesellschaft, genauso kann man sich ständig neues Wissen in
der „anderen Wirklichkeit“ aneignen. Dieses Wissen ist aber keine Ga- rantie für irgendetwas. So kann ich mir in der Alltagsrealität überflüssiges Wissen aneignen, ich kann dies aber auch in der „anderen Wirklichkeit“ tun. Das
Wissen, das ich mir in der Alltagsrealität aneigne kann falsch sein, für das Wissen, das ich mir in der „anderen Wirklichkeit“ aneigne, gilt das gleiche. Doch was ist „falsches“ Wissen? Es ist lediglich das Ordnen des
Wahrgenommenen in einer Art und Weise, die mein Handeln und Wohlbefinden beeinträchtigt und naturgegebene Gesetze missachtet. (zurück)
Die Energie des Magiers
Im Allgemeinen glaubt man, dass die Fähigkeiten eines Magiers, die eines Durch-
schnittsmenschen bei Weitem übersteigen. Doch das ist ein Trugschluss; es ist nicht zwangsläufig so. Er operiert lediglich mit anderen Mitteln und einem anderen Wissen. Mit diesen anderen Mitteln und diesem anderen Wissen bringt er
Energie auf eine be- stimmte Art zum Einsatz und zur Wirkung. Dabei setzt er die Naturgesetze keineswegs außer Kraft, da dies unmöglich ist. Er weiß nur, dass das, was man gewöhnlich als Na- turgesetzt bezeichnet, lediglich eine
Annahme ist, die ein Heer von Zeitgenossen mit- einander teilen. Von Jesus wird behauptet, dass er übers Wasser ging und Wasser in Wein verwandeln konnte. Wenn er dies tatsächlich tat, dann ist es ein Naturgesetzt, dass so etwas möglich
ist. Wenn uns in dieser Hinsicht Grenzen gesetzt sind, heißt das nur, dass uns die Fähigkeiten fehlen, derartige Dinge zu tun. So könnten die Na- turwissenschaftler unter den Fischen zu der Erkenntnis gelangen, es sei ein Natur- gesetz,
dass Fische nicht fliegen können, weil man noch nie fliegende Fische beob- achtet hat. „Doch halt“, rufen da einige Fantasten, Spinner und Religionsanhänger unter den Fischen, „wir haben schon mal von einem Fisch namens Jesus
gehört, der konnte einige Meter weit über der Wasseroberfläche schweben!“ „Ja gut“, sagen da die Wissenschaftler-Fische, „es gibt einige Propheten-Fische, von denen das behaup- tet wird, aber das ist eine Glaubensangelegenheit
und hat mit Naturwissenschaft nichts zu tun!“
Zurück zur Energie, die der Magier mit seinen Mitteln und seinem Wissen auf eine be- stimmte Art zum Einsatz bringt. Von dieser Energie glauben manche, man könne sie durch bestimmte
Übungen und Rituale aufsaugen wie ein Schwamm, quasi seine Tanks an einer geheimen magischen Energiezapfsäule im Nullkommanichts wieder auffüllen. Am besten noch so, dass sich der Energietank während des Auftankens gleich aus- dehnt,
um hinterher größer zu sein, als der Energietank der Mitmenschen.
Das – ist – völliger – Blödsinn!
Die Ansammlung und Vermehrung von Energie ist ein lebenslanger Prozess, der durch ökonomischen, sparsamen
Kräfteeinsatz gefördert und durch Ineffizienz und Energie- verschwendung beeinträchtigt wird. Fehlverhalten kann u.U. zu einem enormen Ener- gieverlust oder gar zum Tode führen (Völliger Verlust der Gefühle).
(zurĂĽck)
Die Werkzeuge des Magiers
Um die Funktionsweise der Magie zu begreifen ist es hilfreich, den Menschen/Magier auf seine wesentlichen Bestandteile zu reduzieren. Diese Bestandteile (auch Werk- zeuge) sind …
FORM (Hülle, Gefäß, Struktur, Muster) = SATURN
SUBSTANZ (Energie, Inhalt, Gefühle, Gedanken, Körper) = MOND
ORDNUNG (Analyse, Interpretation, Verstand) = MERKUR
WILLE (Absicht, Zielgerichtetheit, Steuerung) = SONNE
Sie befähigen den Menschen/Magier dazu, die Realität, in der er sich gerade befindet,
… abzusichern und ihr Bestand zu verleihen, … FORM/ SATURN
… wahrzunehmen und zu erleben, … SUBSTANZ/ MOND
… zu interpretieren und zu verstehen, … ORDNUNG/ MERKUR
… zu gestalten und zu nutzen … WILLE/ SONNE
Die vier beschriebenen Prinzipien sind, wie gesagt, sowohl Bestandteile des Menschen/Magiers, als auch seine Werkzeuge.
Um ihr Wirken im Alltag begreiflicher zu machen, möchte ich sie nachfolgend näher beschreiben.
DIE FORM
Mit dem Oberbegriff „Form“ bezeichne ich alles, was der Welt, die wir wahrnehmen, Gestalt und Struktur verleiht.
Es handelt sich dabei sowohl um die äußeren Formen der Objekte, die wir sehen, als auch um ihre physischen Strukturen. Darüber hinaus aber auch um die psychischen Muster aller Wesen, die sie die Außenwelt wie durch ein Raster erleben
lassen. Das Prinzip Form erzeugt unsere Bilder, Klänge, Gerüche, etc., die wir wahrnehmen. Es zeigt sich nicht nur in der physischen Gestalt des Menschen (mit seinen Zellstrukturen, molekularen und atomaren Strukturen), sondern auch in
seinen Gefühls-, Denk-, Handlungs- und Wahrnehmungsmustern. Da die psychischen Muster des Menschen/Magiers die Welt bestimmen, in der er lebt, sollten wir diese genauer betrachten. Hierfür ist es hilfreich, sich den psychischen Körper
des Menschen als ein dreidimensionales Mosaik, oder besser, als ein dreidimensionales Fernsehbild vorzustellen. Je nach dem, welchen Film man laufen lässt, erlebt man seine Realität.
Um dies noch etwas zu verdeutlichen, stellen Sie
sich vor, Ihr Körper bestünde lediglich aus einer äußeren Hülle (in der Form Ihres physischen Körpers), die viele winzige, gleichgroße, würfelförmige Räume umschließt, die durch dünne Wände voneinander getrennt sind. In jedem
dieser Räume befinden sich verschiedenfarbige Lampen, die man, je nach Belieben, ein- und ausknipsen kann. Daraus ergibt sich ein dreidimensionaler Film im Innern des eigenen Körpers. Oder ein statisches Bild, sofern Sie keinen
Lichtschalter betätigen.
DIE SUBSTANZ
Eine ganz entscheidende Rolle fĂĽr die Wahrnehmung magischer Wirkung im Alltag spielt das Prinzip Substanz. Die Substanz ist das Material, aus dem alles besteht und das durch die
Form seine Struktur und seine Erscheinung erhält. Die Substanz zeigt sich beim Menschen in physischer Art (der Stoff aus dem der Körper ist), auf emotionaler Art (der Stoff aus dem die Gefühle und Empfindungen sind) und auf geistige Art
(der Stoff aus dem die Gedanken sind).
Die Substanz ist der Stoff, der die Form ausfüllt und ihr sozusagen Inhalt gibt. Betrachten wir den Menschen noch einmal als ein Gebilde, das aus vielen einzelnen leeren Räumen besteht (siehe
oben!), dann ist die Substanz das, was diese Räume mit Leben füllt. Die Substanz der Gefühle und Empfindungen bildet ein Bindeglied zwischen der Substanz der Gedanken und der Substanz des physischen Körpers. Informationen aus der
Gedankensubstanz werden über die Gefühlssubstanz an die Körpersubstanz weitergegeben und umgekehrt, Informationen aus der Körpersubstanz über die Gefühlssubstanz an die Gedankensubstanz übermittelt. Alle drei zusammen bilden das
Werkzeug der beiden Prinzipien ORNUNG und WILLE. Ohne das ordnende Prinzip und den Willen, dieser Ordnung feste Form zu geben, wäre die Subtanz in einem formlosen, nicht wahrnehmbaren Zustand. Die Substanz ist der Stoff (das Medium), der
(das) Informationen aufnimmt und weitergibt.
DIE ORDNUNG
Das Prinzip Ordnung befähigt uns, die Dinge, die wir wahrnehmen, zu analysieren, geistig zuzuordnen und zu interpretieren. Die Ordnung ist der Bauplan, nach dem
die Form erstellt wird, die die Substanz beinhaltet. Um bei unserem Beispiel von weiter oben zu bleiben: der Baumeister, der den Bauplan für die Form erstellt, die die vielen kleine Räume beinhaltet. Die Ordnung ist ein Produkt des
menschlichen Verstandes, unserer Fähigkeit, zu denken und das Gedachte in Worte zu fassen. Ohne die Fähigkeit, das Wahrgenommene zu ordnen, wären wir nicht in der Lage, irgendetwas wahrzunehmen. Die Ordnung ist deshalb das Prinzip, das
unsere Welt erzeugt und sie durch beständiges Interpretieren des Wahrgenommenen (innerer Dialog) aufrecht- erhält. Durch das Verstummen des inneren Dialogs werden die festen Strukturen unserer Welt (Prinzip Form) aufgelöst, so dass man
entweder ins Nichts oder in andere Welten vordringen kann (vergl. Ăśberschreiten der Schwelle; HĂĽter der Schwelle).
DER WILLE
Der Wille ist der Boss bzw. der Bauherr, der dem Baumeister (Ordnung) sagt, was er planen
soll. Er ist die treibende Kraft, die Energie, die alles bewegt und mit Hilfe des Baumeisters die Substanz in eine feste Form bringt. Der Wille zeigt sich in allen Willensäußerungen, egal, ob sie dem ICH entspringen oder dem ES. Er ist
die Ursache jedes zielgerichteten Handelns (ich will), aber auch jeder absichtslosen Aktivität (es will).
FORM, SUBSTANZ, ORDNUNG und WILLE sind also die Werkzeuge des Magiers. Um sie effektiv und vielseitig nutzen zu können, sind vier übergeordnete
Lerneinheiten zu absolvieren, die eine Vielzahl von Ăśbungen beinhalten.
Werkzeuge Lerneinheiten______________________
FORM die Relativierung der Realität
SUBSTANZ die Änderung der Wahrnehmung
ORDNUNG die Unterbrechung des inneren Dialogs
WILLE die Handhabung der Absicht
Die verschiedenen Übungen werden zu gegebener Zeit unter dem Menü-Punkt TECHNIKEN beschrieben. Hier an dieser Stelle soll es stattdessen um eine „erlebbare“ Beschreibung der vier Prinzipien gehen, damit wir ihr alltägliches
Wirken erkennen können. Nur, wenn ich wirklich fühle und begreife, wie sich diese Prinzipien in meinem persönlichen Leben manifestieren, kann ich auch Einfluss darauf nehmen und sie nach meinem Willen gestalten. (zurück)
Dat.: 08.07.2006
Das Modell des magischen Energiekörpers
Stellen Sie sich einmal vor, das Innere Ihres Körpers wäre in viele kleine würfelförmige Räume aufgeteilt, die an allen vier Seiten, aber auch an Decke und Fußboden, mittels Türen
miteinander verbunden sind. Diese einzelnen Räume sind gefüllt mit einer feinstofflichen Substanz (Energie), die Sie als Ihre Gefühle wahrnehmen können. In manchen Ihrer inneren Räume ist die Energie (das Gefühl) sehr stark, in
anderen Räumen ist die Energie (das Gefühl) eher schwach. Stellen Sie sich weiterhin vor, dass das Nichtvorhandensein von Energie (ein leerer Raum also) der Farbe Schwarz und das Maximum an Energie der Farbe Weiß entspräche. Alle
anderen Energiestufen, die zwischen Maximum und Minimum liegen, wären dann jeweils einer bestimmten Spektralfarbe zugeordnet. Durch die unterschiedliche Menge an Energie in den einzelnen Räumen ergibt sich auf diese Weise ein
dreidimensionales Muster bzw. ein dreidimensionales Bild, vergleichbar einem Hologramm.
Jeder Mensch trägt, aufgrund seiner Anlagen, seiner Erziehung und seiner Erfahrungen ein bestimmtes Grundmuster in sich, das sich im Laufe des Lebens mehr oder weniger
verändert. Aus diesem Grundmuster ergeben sich die für den jeweiligen Menschen gängigen Aktions- und Reaktionsmuster - sein gewohnheitsmäßiges Agieren und Reagieren also. Dieses Muster bestimmt aber auch die Wirklichkeit, die
Realität, in der der Mensch lebt.
Je höher die Energie in einem Raum ist, desto höher ist die Intensität des Gefühls bzw. desto größer ist die Gefühlstiefe. Somit kann man sagen, die seelischen Räume, die mit einer großen
Energiemenge gefĂĽllt sind, haben im Leben des betroffenen Menschen ein groĂźes Gewicht. Sie sind wie starke Gravitationsfelder, die weitere Energien anziehen und in Bewegung bringen.
Geht man von dem Idealfall aus, dass alle
seelischen Räume mit der gleichen Energiemenge gefüllt sind, dann haben wir es mit einem sehr ausgeglichenen Menschen zu tun, dem es nicht schwer fällt, sein Leben in Balance zu halten. Denn die Kräfte in ihm sind aufgrund ihrer
Ausgewogenheit leicht zu kontrollieren.
Je unausgewogener aber die Verteilung der Energiemenge ist, desto höher wird die Instabilität innerhalb des magischen Energiekörpers und desto mehr Energie muss aufgewendet werden, um die
widerstrebenden Kräfte unter Kontrolle zu halten.
Die Stabilität des magischen Energiekörpers wird aber nicht nur durch die Verteilung der Energie bestimmt, sondern auch von der Gesamtmenge der Energie. Ist die Gesamtmenge der
Energie relativ gering, machen sich Unausgewogenheiten in der Verteilung nicht so stark bemerkbar. Ist die Gesamtenergie aber sehr hoch, dann können schon kleine Unausgewogenheiten genügen, um den Energiekörper wie ein Kartenhaus in
sich zusammenstürzen zu lassen. Daraus folgt:… ein kleiner Fehler hat bei einem Menschen mit hoher Energie u.U. ein größeres Gewicht als ein großer Fehler bei einem Menschen mit geringer Energie.
Um sich dieses Prinzip
zu veranschaulichen, bauen Sie sich einen Turm aus Domino-Steinen. Setzen Sie nur fĂĽnf Domino-Steine aufeinander (geringes Gewicht, geringe Energie), dann spielt es kaum eine Rolle, wenn diese etwas gegeneinander versetzt sind. Besteht
der Turm allerdings aus 20 Domino-Steinen (hohes Gewicht, hohe Energie), dann wirken sich kleine Ungenauigkeiten schon etwas problematischer aus.
Je höher die Energie und je größer die Gefühlstiefe ist, desto intensiver ist das
Erleben bzw. die Wahrnehmung. Und je mehr innere Räume mit Energie gefüllt sind, desto breiter ist das Wahrnehmungs- und Erlebensspektrum. Aus beidem folgt: … je mehr innere Räume mit einer hohen Energiemenge gefüllt sind, desto
breiter und tiefer ist der Lebens- und Erlebensraum.
Das Ziel eines magisch tätigen Menschen dürfte es deshalb sein, möglichst alle inneren Räume mit einem Höchstmaß an Energie zu füllen, um so das gesamte Potential des
Menschenmöglichen auszuschöpfen.
Folglich besteht die Aufgabe des Magiers darin, so viel Energie anzusammeln wie möglich und gleichzeitig für ein Höchstmaß an Ausgewogenheit innerhalb des Energiekörpers zu sorgen, um auf
diese Weise größere Energieverluste zu vermeiden.
Somit lauten die beiden zentralen Fragen, die sich der Magier stellt:
Wie kann ich möglichst viel Energie ansammeln?
Wie kann ich den Energiekörper im Gleichgewicht halten?
Auf diese beiden Fragen gibt es in der Welt der Magie viele Antworten, die dem Magier mehr oder weniger hilfreich sein können. Vor eines sollte er sich aber hüten: vor
Antworten, die Patentrezepte und einen schnellen, einfachen Weg ans Ziel versprechen. Damit Sie mich nicht falsch verstehen: richtige Antworten können sehr wohl einfach, simpel und schlicht sein, doch das Befolgen ihrer Ratschläge
ist es in der Regel nicht.
Das Ansammeln von Energie
Die Energie, von der hier die Rede ist, fließt dem Menschen täglich zu, ohne dass er etwas dafür tun müsste. Dieser Energiezufluss ist auf ein persönliches Maximum
beschränkt und lässt sich nicht beschleunigen. In der Regel bleibt selbst bei hohem Energieverbrauch am Ende des Tages immer etwas übrig, so dass die Energie im Laufe des Lebens anwächst. Allerdings sehr langsam. Um möglichst viel
Energie am Ende des Tages übrig zu haben und in den Energiekörper zu integrieren, ist es deshalb erforderlich, den Energieverbrauch zu reduzieren und sich für die zufließende Energie zu öffnen.
Wie öffnet man sich für diese Energie?
Durch körperliche, geistige und vor allem emotionale Entspannung.
Wie reduziert man den Energieverbrauch?
Indem man die Dinge des täglichen Lebens möglichst entspannt tut.
Nun könnten Sie schlussfolgern, dass es doch das Einfachste von der Welt wäre, möglichst viel zu schlafen, da im Schlaf eine sehr tiefe Entspannung erreicht wird. Und mit dieser Schlussfolgerung lägen Sie gar nicht so falsch.
In einer Geschichte von Ottfried Preußler, „Die Abenteuer des starken Wanja“, tut der Held der Geschichte tagein, tagaus nichts anderes, als auf einer Ofenbank zu liegen und zu schlafen, während seine beiden Brüder die Arbeit auf
dem Bauernhof des Vaters verrichten. Je länger Wanja schläft, desto stärker wird er. Nach sieben Jahren „Faulenzen“ auf der Ofenbank fühlt er sich endlich stark genug, um die Bewohner des Dorfes von einem Drachen zu befreien und
die Zarentochter zu erobern. Dass hier die Körperkraft Wanjas magische Kräfte symbolisieren, versteht sich von selbst. Und dass er auf der Ofenbank nicht nur geschlafen hat, ebenso. Denn …
Das Gleichgewicht des Energiekörpers
… hätte er nur geschlafen, dann hätte sich seine Energie zwar erhöht, aber die Energieverteilung im Körper wäre die gleiche geblieben wie vorher. Der Hüter der Schwelle, der Drache, wäre so immens gewachsen, dass er ihn
vermutlich gar nicht hätte besiegen können. Sofern man davon ausgeht, dass Wanja sich nicht schon mit einem seelischen Gleichgewicht schlafen legte, sollte man vermuten, dass er diverse Übungen absolvierte, um dieses Gleichgewicht zu
erlangen. Er schlief also nicht wirklich, sondern praktizierte vermutlich so etwas wie Raja-Yoga oder Zen in der Totenstellung oder der Mumie. Denn beide Systeme sind es, die in der Erschaffung des magischen Energiekörpers den direkten
Weg gehen. Durch körperliche, geistige und emotionale Entspannung bei gleichzeitiger Disziplinierung und Ausrichtung bewirken sie sowohl einen Zuwachs an Energie als auch die Harmonierung des Energiekörpers. Dass diese beiden
Übungssysteme bei Magieschülern gerne ignoriert werden, obwohl sie doch so etwas wie die Königswege der Magie sind, liegt daran, dass sie so unspektakulär wirken.
Wer setzt sich in seiner Freizeit schon gerne in einer unbequemen
Stellung hin und glotzt stundenlang auf eine weiße Raufasertapete, während in den Bars, Kneipen und Diskotheken die Post abgeht?
Gibt es vielleicht noch einen anderen Weg, der weniger autistische Züge trägt und der ebenso
effizient ist?
Gibt es. Der Weg des Kriegers wie er von Carlos Castaneda beschrieben wird. Er hat den Vorteil, dass seine Übungen im Alltag praktiziert werden können und dass das ganze Leben des Schülers zum Übungsfeld werden
kann. Der Weg erfordert und fördert Kreativität und Einfallsreichtum, aber auch Disziplin und Aufmerksamkeit.
Was bewirkt der Kräfteausgleich im Energiekörper?
Ein seelisches Ungleichgewicht hat zur
Folge, dass sich der Energiekörper auf eine relativ unkontrollierte Art mit der Außenwelt verbindet und in ein Netz von Abhängigkeiten verstrickt. Bildlich kann man sich das so vorstellen, dass sich aus der emotionalen Substanz des
Energiekörpers zahlreiche lange Stränge herausziehen und wie Leimfäden an die Objekte der Außenwelt heften. Über diese Energiestränge tritt der Energiekörper mit der Außenwelt in eine Interaktion, die zunehmend zu einem
Wechselspiel aus gegenseitiger Abhängigkeit wird und die dem Energiekörper sehr viel Energie entzieht.
Durch den Ausgleich der Kräfte werden diese unkontrollierten Verbindungen gelöst und damit der Energieverlust reduziert. Die
Verbindung zu den Objekten der Außenwelt wird nur dann aufgebaut und wieder gelöst, wenn es der Magier wünscht. Statt vieler dünner Energiestränge, die dem Körper Energie entziehen, gibt es nur noch einen dicken Strang, der die Energie bündelt und der etwa von der Körpermitte des Magiers ausgeht. Mit diesem Energiestrang heftet sich der Magier an die Objekte der Außenwelt und wirkt auf sie ein. (zurück)
Fortsetzung folgt!
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Das Prinzip ORDNUNG
- der Plan des Objekts -
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-die Struktur des Objekts-
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